Schwangerschaft

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Bin ich schwanger?

Erste Anzeichen – und warum Ihr Körper plötzlich ''komisch“ ist

Vielleicht kommt es Ihnen bekannt vor: Die Periode bleibt aus, Sie sind ständig müde, Gerüche sind plötzlich unangenehm oder Sie haben große Lust auf Süßes oder Saures. Das kann verwirren – und manchmal auch verunsichern.

Das sicherste frühe Zeichen für eine Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Monatsblutung. Schon vorher kann Ihr Körper aber erste Hinweise geben, zum Beispiel:
- Spannungsgefühl oder Ziehen in der Brust
- Ziehen im Unterleib
- Starke Müdigkeit
- Übelkeit, Erbrechen oder vermehrter Speichelfluss
- Schwindel
- Häufiger Harndrang oder Verstopfung
- Besondere Gelüste oder Heißhunger

Treten mehrere dieser Anzeichen auf und bleibt die Periode aus, kann eine Schwangerschaft vorliegen.

Wichtig zu wissen

Diese Anzeichen sind nicht eindeutig. Viele Frauen haben ähnliche Beschwerden auch vor der Periode oder bei Stress. Umgekehrt gilt: Auch ohne Beschwerden kann eine Frau schwanger sein. Jede Schwangerschaft ist anders.

Sicherheit durch einen Schwangerschaftstest
Wenn Sie Gewissheit wollen, hilft ein Schwangerschaftstest. Urin-Tests für zu Hause gibt es rezeptfrei in Apotheken, Drogerien oder online. Sie können einen Test auch kostenlos bei einer Ärztin, einem Arzt oder einer Hebamme machen lassen.

Ich bin schwanger – was jetzt?
Sobald feststeht, dass Sie schwanger sind, sollten Sie einen Termin für die erste Vorsorgeuntersuchung vereinbaren. Diese kann bei einer Hebamme oder bei einer Frauenärztin bzw. einem Frauenarzt stattfinden.

Bei diesem Termin:
- werden Sie zu Ihrer Gesundheit und möglichen Vorerkrankungen befragt
- werden Blutdruck, Gewicht, Urin und Blut untersucht
- wird geprüft, ob Infektionen vorliegen
- erhalten Sie Ihren Mutterpass

Der Mutterpass begleitet Sie durch die ganze Schwangerschaft. Bitte bewahren Sie ihn gut auf.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Während der Schwangerschaft finden regelmäßig Untersuchungen statt – meist alle vier Wochen, ab der 32. Woche alle zwei Wochen. Zusätzlich sind drei Ultraschall-Untersuchungen vorgesehen. Zwischen der 24. und 28. Woche wird ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes empfohlen.

Anspruch auf medizinische Versorgung

  • Schwangere haben in Deutschland ein Recht auf medizinische Versorgung.
  • Asylsuchende und Frauen mit Duldung erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
  • Anerkannte Geflüchtete werden in der Regel über die Krankenkasse versorgt.

Gesundheitstipps für die Schwangerschaft

Ernährung:
- regelmäßig und ausgewogen essen
- viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte
- ausreichend Wasser trinken
- keinen Alkohol und keine Drogen
- rohe tierische Produkte vermeiden

Bewegung:
- leichte Bewegung ist gut für Mutter und Kind
- Spaziergänge oder sanfte Gymnastik sind ideal
- hören Sie auf Ihren Körper

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Schwangerschaft und Abschiebung

Eine Schwangerschaft bedeutet nicht automatisch, dass eine Abschiebung ausgeschlossen ist. Wenn jedoch gesundheitliche Gründe vorliegen, kann eine Abschiebung vorübergehend ausgesetzt werden. Dafür ist in der Regel ein ärztliches Attest notwendig. Lassen Sie sich in dieser Situation unbedingt beraten.

Beratung und Hilfe

Brandenburg:
Flüchtlingsrat Brandenburg
https://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de

Berlin:
Flüchtlingsrat Berlin
https://fluechtlingsrat-berlin.de

Berliner Hebammenzentrale
https://www.hebammenzentrale-berlin.de

Pro Familia Berlin
https://www.profamilia.de/angebote-vor-ort/berlin